Wie funktioniert der Blutkreislauf?

Die Durchblutung beginnt, wenn sich das Herz zwischen zwei Herzschlägen entspannt: Das Blut fließt von beiden Vorhöfen (den oberen beiden Kammern des Herzens) in die Ventrikel (den unteren beiden Kammern), die sich dann ausdehnen. Die folgende Phase wird als Ejektionsperiode bezeichnet, in der beide Ventrikel das Blut in die großen Arterien pumpen.

Im systemischen Kreislauf pumpt der linke Ventrikel sauerstoffreiches Blut in die Hauptarterie (Aorta). Das Blut wandert von der Hauptarterie zu größeren und kleineren Arterien und in das Kapillarnetz. Dort tropft das Blut Sauerstoff, Nährstoffe und andere wichtige Substanzen ab und nimmt Kohlendioxid und Abfallprodukte auf. Das Blut, das jetzt sauerstoffarm ist, wird in Venen gesammelt und wandert zum rechten Vorhof und in den rechten Ventrikel.

Hier beginnt der Lungenkreislauf: Der rechte Ventrikel pumpt sauerstoffarmes Blut in die Lungenarterie, die sich in immer kleinere Arterien und Kapillaren verzweigt. Die Kapillaren bilden ein feines Netzwerk um die Lungenbläschen (traubenartige Luftsäcke am Ende der Atemwege). Hier wird Kohlendioxid aus dem Blut in die Luft in den Lungenbläschen freigesetzt und frischer Sauerstoff gelangt in den Blutkreislauf. Wenn wir ausatmen, verlässt Kohlendioxid unseren Körper. Sauerstoffreiches Blut wandert durch die Lungenvenen und den linken Vorhof in den linken Ventrikel. Der nächste Herzschlag beginnt einen neuen Zyklus der systemischen Zirkulation.

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